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Herzlich Willkommen auf der Homepage des Erdbeerhofes Attenkofer!!


Der Wald und die Jagd
 
Der Wald ist unser natürlichstes, genutztes Ökosystem
 
Hier wird keine Chemie eingesetzt und bei angepasster Durchforstung (Lichtsteuerung) gibt es eine unendliche Pflanzen- und damit Tiervielfalt (Biodiversität).
Er ist aber nur ein Ökosystem, wenn er sich selbst, ohne fremde Hilfe regenerieren kann.
 Das heißt, es müssen von den massenhaft vorhandenen Samen und Pflänzchen genügend übrig bleiben, dass sich ein natürlicher Wald erhalten oder bilden kann.
Dadurch wird aus den Monokulturen automatisch ein natürlicher Mischwald.
 
Ungenügende Jagd macht alles kaputt:
 
Diese natürliche Vielfalt wird aber durch eine falsch verstandene Jagd wieder zu Nichte gemacht.
Die von den BJV-Jägern betriebene Hegejagd, resultierend aus Gesetzen der Hitler-Zeit (Tier- und Trophäenzucht in der Natur) bewirkt, dass durch überhöhte Wildbestände alles für Schalenwild Wohlschmeckende systematisch abgeäst wird und somit verschwindet.
Die Bedeutung des Wortes Jagen wird hier völlig verkehrt und mit dem Wort Hegen in Züchten gewandelt.
Jagd war in vielen Zeiten ein schwieriges Thema und immer wenn sie von der Politik reglementiert wurde (Feudaljagd und heute), war dies ein Drama für die Natur und die von Ihr Abhängigen.
 
Ebenso macht die Vorgabe eines Geschlechterverhältnisses von 1: 1 riesen Probleme (Trophäenzucht).
Ein Rehbock kann pro Jahr nicht nur einmal. Im Gegenteil, bei angepasstem Wildbestand nimmt das Wildgewicht und die Trophäenstärke zu (mehr Nahrung und Lebensraum).
 
Jagen nach ÖJV-Motto heißt:  Jedes Reh, das gesetzlich erlaubt ist, wird erlegt.
(Die Rehe sind zu schlau)
Bei angepassten Wildbeständen, wie sie mit Raubwild (Luchs, Wolf, Bär) natürlich wären, könnten die reichhaltig vorhandenen Samen der Bäume von selbst einen natürlichen Mischwald hervorbringen.
(In Naturgebieten mit Raubwild beläuft sich der Rehwildbestand auf 2-3 Rehe pro 1000 Ha und reguliert sich über das Nahrungsangebot und die dadurch angepasste Nachwuchsanzahl des Raubildes)
Seit über 25 Jahren wird uns über das staatliche Verbissgutachten gezeigt, dass die Jagd nicht stimmt.
Und wir versuchen die Jäger dazu zu bewegen, die Gesetze zu befolgen (Wald vor Wild).
Aber das alte ……-Denken ist nicht aus den Köpfen der Jäger heraus zu bringen.
Und sie haben eine erdrückende Lobby in der Politik.
 
Uns Waldbauern bleibt bis auf Ausnahmen deswegen nichts anderes übrig, als die Jagd selbst in die Hand zu nehmen.
Das habe ich in meinem Altfraunhofener Wald 2013 gemacht und den Jagdbogen, wo sich ein Teil meines Waldes befindet, ab 2013 gepachtet.
Das macht Arbeit. Wir haben mittlerweile 40 neue Sitze und über 10 Kanzeln aufgestellt, einen Wildraum eingerichtet usw. und es ist für den Jagdpächter finanziell nicht rentabel.
Ich hoffe unsere Arbeit wird von Erfolg gekrönt. Die ersten Ansätze scheinen erfolgversprechend.
Mein Jagdnachbar Herr Strasser hat es richtig beschrieben, dass dies eine Dienstleistung für den Wald und die Jagdgenossen ist.
Der ökologische Jagdverband (ÖJV) ist hier unsere wichtigste Stütze.

Fazit des ersten Jagdjahres:
Wir haben im ersten Jagdjahr mehr Böcke und Bockkitze erlegt, als die gesamte Jagdstrecke in früheren Jahren war.
Aber bei den weiblichen Rehen haben wir den Abschussplan nur gering überschritten (= viel Nachwuchs).
Bei unserer ersten Drückjagd haben wir dann in und um meinen Privatwald (27 Ha von 540 Ha Jagdfläche) 17 Rehe aufgebracht und nur 2 Stk. erlegen können.
Es gibt noch viel zu tun.
Der Zeitaufwand, auch ohne selbst anzusitzen ist riesig (wir bauen gerade den 40.ten Sitz/Kanzel).
 Als weitere Erfahrung habe ich gesehen, dass Tannen meist nur noch leicht angefegt worden sind.
 
 Für das gelungene erste Jagdjahr möchte ich mich insbesondere bei meinen Jägern, aber auch den Beratern Herrn Raßhofer (ÖJV) und Herrn Forstdirektor Rottmann bedanken.
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Im zweiten Jagdjahr haben wir den Abschussplan nicht erfüllt, aber mit 15 Unfallrehen + 6 zum Teil ungeborene Kitzen das Soll leicht erreicht. Kosten und Arbeit verursacht unser junger Jagdhund Jana. Spannend wird das Verbissgutachten.
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Drittes Jagdjahr:
Das Verbissgutachten/revierweise Aussage haben eine grundlegende Verbesserung bestätigt.
Schwierig ist es noch in manchen grenznahen Bereichen.
Die Strecke hat sich von einem Überhang an Spießern/Bockkitzen auf mehr weibliche Kitze und Schmalrehe verändert. Die Wildgewichte sind gestiegen.
Die Wildunfälle haben sich wieder normalisiert (3 Stk.)
Es fällt auf, dass man mit unserer Jagdmethode keine besonderen Trophäen hervorbringt.
Wegen der kleinräumigen Verhältnisse hatten wir trotz hoher Bemühungen mit den Drückjagden keine Erfolge.
Es wird uns vorausgesagt, dass die Bejagung schwieriger wird.
Als neuem Problem bereiten wir uns auf die Wildschweine mit passenden Ansitzmöglichkeiten (Kanzeln) vor. Wir spüren sie jedes Jahr mehr und diesen Winter sind bei den nördlichen Nachbarn 7 Stk. erlegt worden.
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Viertes Jagdjahr:
Wie vorhergesagt, haben wir Probleme, den Bockabschuss zu erfüllen. Nach der Brunft haben wir noch 25% Böcke zu erlegen.
 
Besonders möchte ich die gute Zusammenarbeit mit dem Jagdnachbarn Herrn Nagl erwähnen.
 
Es freut mich auch, dass meine Jäger zu einer tollen Truppe im Dienst für den Wald zusammen gewachsen sind. Vielen Dank für Eure gute Arbeit.
 
Für eventuellen Übereifer möchte ich mich bei Jagdgenossen entschuldigen.
 
 Dann möchte ich mich noch bei Robert Burkhart für die Unterstützung bei der Erziehung und Betreuung von Jana bedanken. Janas Jagdeifer ist enorm. Die Arbeit hat sich gelohnt. Jana hat die Nachsucheprüfung bestanden.
 
 JanaJana
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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